10.879 Laptops, die nie jemand einschaltete: Schleswig-Holsteins digitale Verschwendung

34.900 digitale Endgeräte für Lehrkräfte. Knapp 35.000 Notebooks und Tablets, angeschafft mit Steuergeldern, verteilt an Schulen in Schleswig-Holstein. Die Rechnung ist einfach: Jedes Gerät kostet im Schnitt zwischen 500 und 800 Euro. Das macht insgesamt mindestens 17,5 bis 28 Millionen Euro – eine Investition, die Lehrkräften die digitale Arbeit ermöglichen soll.

Doch die Realität, die eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion offenlegte, ist ernüchternd: Von diesen knapp 35.000 Geräten wurden nur 31.120 jemals eingeschaltet. 3.780 Geräte warten noch immer auf ihren ersten Einsatz – doppelt so viele, wie als Reserve vorgesehen sind. Doch das ist noch nicht alles: Im gesamten Jahr 2025 wurden lediglich 24.021 Geräte überhaupt benutzt.

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15 Millionen Euro gespart: Schleswig-Holsteins Rechnung geht auf – und macht Microsoft überflüssig

Schleswig-Holstein Microsoft Abschied

Es gibt Momente, in denen Jahre der Arbeit, des Zweifels, der Kritik plötzlich in Zahlen münden. Klare, eindeutige, unwiderlegbare Zahlen. Schleswig-Holstein erlebt gerade einen solchen Moment. Das Digitalministerium hat Bilanz gezogen – und die Rechnung ist beeindruckend:

Über 15 Millionen Euro Einsparung pro Jahr. Allein bei den Lizenzkosten.

Dem stehen einmalige Investitionen von neun Millionen Euro für 2026 gegenüber. Für Migration, Schulung, Weiterentwicklung. Das bedeutet: Die Investition amortisiert sich in weniger als einem Jahr.

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Schleswig-Holstein beweist: Digitale Souveränität ist möglich – wenn man es wirklich will

Schleswig-Holstein Open Source Erfolg

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen man sagen kann: Hier ist etwas gelungen, das andere für unmöglich hielten. Schleswig-Holstein hat einen solchen Moment geschaffen. Fast 80 Prozent der Microsoft-Office-Lizenzen sind gekündigt. 30.000 Mitarbeiter der Landesverwaltung arbeiten erfolgreich mit Open-Source-Software. Die E-Mail-Migration auf Open-Xchange ist abgeschlossen. Über 44.000 Postfächer mit 110 Millionen E-Mails und Kalendereinträgen wurden umgezogen. Der nächste Schritt steht an: Linux statt Windows.

Das ist keine Ankündigung, kein Pilotprojekt, keine vage Absichtserklärung. Das ist Realität. Und es ist der Beweis: Digitale Souveränität ist möglich – wenn der politische Wille da ist.

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Schleswig-Holstein verabschiedet sich von Microsoft – Ein Schritt zur digitalen Souveränität

Schleswig-Holstein Open Source

Am 17. April 2025 wurde bekannt gegeben, dass das Bundesland Schleswig-Holstein einen bedeutenden Schritt in Richtung digitaler Unabhängigkeit unternimmt. Die Landesregierung plant, Microsoft-Produkte in der Verwaltung durch Open-Source-Lösungen zu ersetzen. Dieser Schritt zielt darauf ab, die digitale Souveränität des Landes zu stärken und langfristig Kosten zu senken.

Der Weg zur digitalen Unabhängigkeit

Die Umstellung erfolgt in mehreren Etappen:

  • LibreOffice statt Microsoft Office: Bis Herbst 2025 soll LibreOffice flächendeckend eingeführt werden.
  • Thunderbird & Open-Xchange statt Microsoft Exchange: Auch die E-Mail-Kommunikation wird auf freie Alternativen umgestellt.
  • Linux statt Windows: Langfristig soll das Betriebssystem durch eine Linux-Distribution ersetzt werden.

Die Initiative wurde ursprünglich von Jan Philipp Albrecht (Grüne) angestoßen und wird nun durch CDU-Digitalminister Dirk Schrödter konsequent weitergeführt.

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