Presseportal

Hier finden Sie eine Sammlung an Artikeln und Berichten zum Thema Datenschutz. Vorzugsweise schreibe ich hier als Pressevertreter im Bereich Software im öffentlichen Dienst. Das vermeindliche Grundrecht auf Datenschutz und über die Wirungen von Close Source Software im behördlichen Einsatz.

Dieser Blog ist auch im Tor Netz verfügbar: Link ins Tor-Netz Onion Service

Hier geht es in die Signal Gruppe dieses Blog’s Signal

Hier geht es in die Matrix Matrix Synapse

„In Zeiten universeller Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zum revolutionären Akt.“ George Orwell, Schriftsteller

Alle Rechte vorbehalten

Schweigen ist kein Schutz: Warum die EU dringend von Whistleblowern hören muss

Die Europäische Kommission führt derzeit eine Evaluation der Hinweisgeberschutz-Richtlinie durch. Bis zum 17. Dezember 2025 muss die Kommission dem Parlament und dem Rat einen Bericht vorlegen, der die Auswirkungen der von den Mitgliedstaaten zur Umsetzung ergriffenen Maßnahmen bewertet. Diese Evaluation ist kein bürokratischer Formalismus. Sie ist eine historische Chance – und gleichzeitig ein dringend notwendiger Realitätscheck.

Denn während auf dem Papier ein europäischer Schutzrahmen für Whistleblower existiert, sieht die Realität in den Mitgliedstaaten oft ganz anders aus. Repressalien, Karrierevernichtung, soziale Isolation – wer in Europa Missstände meldet, riskiert nach wie vor alles. Die Frage ist: Will die EU das wirklich wissen? Oder soll die Evaluation zur Schönfärbungs-Veranstaltung verkommen?

[Mehr]

Drei Jahre Geduld, 500 Millisekunden Verzögerung: Die XZ-Backdoor und was sie über digitale Sicherheit verrät

Drei Jahre Geduld, 500 Millisekunden Verzögerung: Die XZ-Backdoor und was sie über digitale Sicherheit verrät

“Most of us would have blamed the network, rebooted something, and moved on with our day. He didn’t.”

Am 29. März 2024 veröffentlichte Andres Freund, ein Microsoft-Entwickler und PostgreSQL-Contributor, eine E-Mail auf der Openwall-Mailingliste, die die Open-Source-Community in Aufruhr versetzte. Der Betreff: “backdoor in upstream xz/liblzma leading to ssh server compromise”. Was als routinemäßige Performancemessung begann, endete mit der Entdeckung einer der raffiniertesten Backdoors, die jemals in Open-Source-Software eingeschleust wurden.

Die Schwachstelle CVE-2024-3094 erhielt den maximalen CVSS-Score von 10.0 – kritisch im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wäre sie nicht entdeckt worden, hätte ein unbekannter Angreifer potenziell Zugriff auf Millionen von Servern weltweit gehabt. Ein Video auf YouTube erklärt die technischen Details anschaulich – doch die eigentliche Geschichte ist weitaus erschreckender.

[Mehr]

Wie Israel Teherans Überwachungskameras hackte – und warum Europa sich das nicht leisten kann

Wie Israel Teherans Überwachungskameras hackte – und warum Europa sich das nicht leisten kann

“Wir kannten Teheran, als wäre es Jerusalem.” Mit diesen Worten beschrieb ein israelischer Geheimdienstoffizier gegenüber der Financial Times, wie Israel jahrelang das Leben in der iranischen Hauptstadt überwachte. Nicht durch Agenten auf der Straße. Nicht durch menschliche Quellen. Sondern durch Verkehrskameras.

Am 28. Februar 2026 wurde der iranische Oberste Führer Ali Khamenei bei einem gezielten Luftangriff getötet. Dieser Schlag war das Ergebnis einer jahrelangen digitalen Infiltration – einer Infiltration, die zeigt, wie verwundbar moderne Staaten geworden sind. Und die Europa eine dringliche Frage stellen sollte: Sind wir die Nächsten?

[Mehr]

Vier Jahrzehnte strukturelle Überwachung: Warum die Microsoft-365-Problematik keine Trump-Erfindung ist

Vier Jahrzehnte strukturelle Überwachung: Warum die Microsoft-365-Problematik keine Trump-Erfindung ist

Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass große europäische Leitmedien sich der Thematik rund um Microsoft 365, Cloud-Infrastrukturen und digitale Souveränität widmen. Eine faktenbasierte Auseinandersetzung ist überfällig. Allerdings greift es zu kurz, aktuelle Risiken primär oder gar ausschließlich mit einem neu gewählten US-Präsidenten zu verknüpfen. Die strukturellen Probleme bestehen seit Jahrzehnten – unabhängig von parteipolitischen Konstellationen.

Eine nüchterne chronologische Betrachtung zeigt dies deutlich. Das kürzlich auf YouTube veröffentlichte Video zu Microsoft 365 und digitaler Souveränität verdeutlicht diese Zusammenhänge anschaulich. Doch um die Tragweite zu verstehen, müssen wir vier Jahrzehnte zurückblicken.

[Mehr]

Digitale Geiselhaft: Wie die Politik Deutschland und Europa wissentlich in die Abhängigkeit trieb

Digitale Geiselhaft

Der Moment der Wahrheit

Europa kann oder möchte den Stecker zu den USA nicht ziehen. So lautet das ernüchternde Fazit einer aktuellen Umfrage unter den 27 EU-Regierungen. Finnland hat kürzlich das Szenario eines amerikanischen “Kill Switches” simuliert – die gezielte Abschaltung kritischer Dienste durch US-Behörden. Das Ergebnis: Die Auswirkungen wären “weitreichend”. Lettland und Litauen gestehen offen ein, ohne Microsoft, Amazon und Google kaum funktionieren zu können.

Das ist kein Unfall. Das ist kein Naturereignis. Das ist das Ergebnis von jahrzehntelangem politischem Versagen. Schlimmer noch: Es ist das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen, die Europa systematisch in diese Abhängigkeit getrieben haben.

[Mehr]

Angriff auf den Datenschutz: Wie NRW-Ministerpräsident Wüst nach dem Microsoft-Deal die unabhängige Aufsicht beseitigen will

Angriff auf den Datenschutz

Der perfekte Zeitpunkt für einen politischen Angriff

Es gibt Zufälle, die keine sind. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst treibt seit Monaten eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft im Bildungsbereich voran. Milliarden fließen an den US-Konzern, Tausende Lehrkräfte sollen mit Microsoft-Produkten geschult werden, Schulkinder werden systematisch an eine Plattform gewöhnt, die nach Einschätzung von Datenschutzbehörden gegen geltendes Recht verstößt. Die unabhängige Landesdatenschutzbeauftragte Bettina Gayk kritisiert diese Entwicklung scharf – und wird prompt zur Zielscheibe.

[Mehr]

Datenschutz ist ein Grundrecht – Warum diese Wahrheit so oft geleugnet wird

Datenschutz als Grundrecht

Eine weit verbreitete Falschbehauptung

In Diskussionen über Datenschutz fällt immer wieder ein Satz, der so selbstsicher wie falsch ist: “Datenschutz ist doch gar kein Grundrecht!” Diese Behauptung wird in Kommentarspalten, Podiumsdiskussionen und sogar in juristischen Debatten vorgebracht – meist von Menschen, die entweder die rechtlichen Grundlagen nicht kennen oder bewusst verschleiern wollen, welchen verfassungsrechtlichen Rang der Schutz personenbezogener Daten tatsächlich hat.

Die Wahrheit ist eine andere: Datenschutz ist sehr wohl ein Grundrecht. Und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Diese Tatsache ist nicht nur juristisch eindeutig belegt, sondern bildet das Fundament unserer gesamten Datenschutzgesetzgebung. Wer das bestreitet, stellt sich gegen vier Jahrzehnte Rechtsprechung, gegen europäisches Verfassungsrecht und gegen die ausdrücklichen Feststellungen höchster Gerichte.

[Mehr]

Die DSGVO als Reaktion auf Snowden: Eine Theorie über symbolische Datensouveränität und ihre Grenzen

Überwachung und Datenschutz

Eine Theorie der symbolischen Gegenwehr

Im Juni 2013 erschütterte Edward Snowden mit seinen Enthüllungen das Fundament des digitalen Vertrauens. Was folgte, war nicht nur ein politischer Skandal, sondern ein tektonisches Beben im Verhältnis zwischen Bürgern, Staaten und Technologiekonzernen. Die Reaktion der Europäischen Union ließ nicht lange auf sich warten: Die Datenschutz-Grundverordnung wurde mit neuem Nachdruck vorangetrieben und 2018 in Kraft gesetzt. Doch war diese Reaktion mehr als ein symbolischer Akt? Diese Analyse untersucht die These, dass die DSGVO zwar eine direkte Antwort auf die Snowden-Enthüllungen darstellt, ihre Wirksamkeit gegen globale Überwachung jedoch von Anfang an strukturell begrenzt war.

[Mehr]

Datenschutz-Erfolg gegen Microsoft: Warum Deutschland diesem Beispiel folgen sollte

Datenschutz Symbol

Ein Präzedenzfall mit Signalwirkung

Die österreichische Datenschutzbehörde hat einen bemerkenswerten Erfolg gegen den Tech-Giganten Microsoft erzielt. Die Entscheidung ist eindeutig: Microsoft hat ohne rechtliche Grundlage Tracking-Cookies auf den Geräten einer Schülerin platziert und muss diese Praxis innerhalb von vier Wochen einstellen. Was auf den ersten Blick wie ein einzelner Fall erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Spitze eines Eisbergs, der Millionen von Schülern, Lehrern und öffentlichen Einrichtungen in ganz Europa betrifft.

[Mehr]

Die Illusion der digitalen Souveränität: Europas großer Selbstbetrug

Digitale Souveränität Illusion

Digitale Souveränität. Der Begriff wird in europäischen Hauptstädten beschworen wie ein Mantra. Politiker fordern sie, Strategiepapiere preisen sie, EU-Kommissare versprechen sie. Es klingt gut. Es klingt nach Selbstbestimmung, nach Unabhängigkeit, nach Stärke.

Es ist eine Lüge.

Nicht in böser Absicht vielleicht. Aber eine Lüge bleibt eine Lüge, auch wenn man sie sich selbst erzählt. Europa hat keine digitale Souveränität. Es hatte sie nie. Und solange die grundlegenden Strukturen bleiben, wird es sie auch in absehbarer Zeit nicht haben.

[Mehr]