„Europa digital blank“ – Der Deal mit Microsoft ist ein Offenbarungseid

Ein Journalist, Aktivist und Datenschützer blickt hin

Die EU-Kommission hat sich mit Microsoft auf neue, rechtsverbindliche Vorgaben für die Videosoftware Teams geeinigt. Hintergrund: Teams war bislang fest in Office- und Microsoft 365-Pakete eingebunden, was Konkurrenten beklagten. Nun muss Microsoft seine Pakete künftig ohne Teams anbieten und zwar günstiger, zudem soll die Interoperabilität mit Konkurrenzlösungen verbessert werden.
➡️ Quelle: Heise

Auf den ersten Blick erscheint das wie ein Erfolg für Wettbewerb und Nutzerrechte. Doch schaut man genauer hin, offenbart sich eine tiefere und gefährliche Schwäche Europas im digitalen Zeitalter.

[Mehr]

Offene Sicherheitslücken – Eine Gefahr für alle

Titelbild

Ein gefährlicher Kurs: Offene Lücken für mehr Kontrolle?

Die Debatte um staatliche Überwachungsmaßnahmen erhält durch ein aktuelles Urteil neue Brisanz: Der Einsatz von Staatstrojanern soll nur bei Straftaten mit einem Strafmaß von mindestens drei Jahren erlaubt sein. Klingt nach einer Einschränkung – in der Praxis jedoch wird weiter mit dem Gedanken gespielt, Sicherheitslücken absichtlich offen zu lassen, um diese bei Bedarf auszunutzen.

Das ist nicht nur der falsche Weg, es ist brandgefährlich. Jeder, der grundlegende IT-Sicherheitsprinzipien versteht, weiß: Offene Lücken sind ein Freifahrtschein für Cyberkriminelle, ausländische Geheimdienste und Wirtschaftsspione. Wer solche Schwachstellen nicht schließt, sondern bewusst offen hält, handelt fahrlässig – und gefährdet Millionen Nutzer.

[Mehr]

Dokumentation »Watching You« über Alex Karp und Palantir: Gefahr für unsere Gesellschaft

Titelbild: Palantir – Watching You

Als Journalist, Aktivist und Datenschützer verfolge ich mit großer Sorge die Entwicklungen rund um das US-Unternehmen Palantir Technologies. Die aktuelle Dokumentation „Watching You – Die Welt von Palantir und Alex Karp“ von Klaus Stern öffnet den Blick auf ein Unternehmen, das im Zentrum der digitalen Überwachungsinfrastruktur steht.

Im Mittelpunkt steht der charismatische, aber umstrittene CEO Alex Karp, der sich öffentlich als intellektueller Freigeist gibt – und im Hintergrund ein Datenimperium mitverantwortet, das Regierungen, Militärs und Polizeibehörden weltweit mit Analyseplattformen beliefert.

[Mehr]

US-Regierung hat Zugriff auf viele Politiker-Mails in Europa

Die US-Regierung hat Zugriff auf europäische Politiker-Mails

Laut einem aktuellen Bericht von Republik hat die US-Regierung die Möglichkeit, auf eine Vielzahl von E-Mail-Konten europäischer Politiker zuzugreifen. Diese Enthüllung wirft ein Schlaglicht auf die mangelnde digitale Souveränität Europas und bestätigt frühere Warnungen von Whistleblower Edward Snowden.

Die Problematik

Seit den Snowden-Enthüllungen von 2013 ist bekannt, dass die USA ein globales Überwachungsnetzwerk betreiben, das sich auch auf Verbündete erstreckt. Damals enthüllte Snowden, dass der US-Geheimdienst NSA systematisch Datenströme anzapfte und unter anderem auch die Kommunikation deutscher Regierungsmitglieder überwachte. Nun zeigt sich, dass sich an dieser Praxis offenbar wenig geändert hat.

[Mehr]

Demokratie und Massenüberwachung passen nicht zusammen

Einführung

Die Vorratsdatenspeicherung ist seit ihrer Einführung ein heiß diskutiertes Thema. Sie beschreibt die Pflicht, Kommunikationsdaten ohne konkreten Anlass zu speichern, um diese bei Bedarf für Ermittlungszwecke bereitzuhalten. Obwohl sie von Befürwortern als unverzichtbares Instrument zur Kriminalitätsbekämpfung dargestellt wird, sehen Kritiker massive Eingriffe in Grundrechte und Datenschutz.

Risiken der Vorratsdatenspeicherung

Eingriff in Grundrechte

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mehrfach entschieden, dass die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten die Artikel 7 (Achtung des Privatlebens) und 8 (Schutz personenbezogener Daten) der EU-Grundrechtecharta verletzt. Auch das Bundesverfassungsgericht hat entsprechende Gesetze wiederholt als verfassungswidrig eingestuft. Eine allgemeine und unterschiedslose Speicherung stellt einen unverhältnismäßigen Eingriff dar (Quelle).

[Mehr]

Die Folgen der Überwachung in der digitalen Welt

Überwachung in der modernen Welt

Das Thema Überwachung hat mit dem technologischen Fortschritt eine neue Dimension erreicht. Ein Beitrag der Deutschen Welle (Video-Link) beleuchtet die weitreichenden Konsequenzen der Überwachung, insbesondere in Bezug auf gesellschaftliche Kontrolle und persönliche Freiheiten.

Technologien wie Kameras, Gesichtserkennung, Tracking-Software und massenhaft gespeicherte Daten verändern nicht nur, wie Regierungen und Unternehmen Informationen sammeln, sondern auch, wie Menschen ihr Verhalten anpassen.

Die Folgen der Überwachung für uns alle

1. Einschränkung der Freiheit

Die Überwachung erzeugt das Gefühl ständiger Kontrolle. Dies führt dazu, dass Menschen ihr Verhalten anpassen, um als “unauffällig” wahrgenommen zu werden. In totalitären Regimen zeigt sich dies besonders deutlich, aber auch in demokratischen Gesellschaften kann der sogenannte “Chilling Effect” auftreten.

[Mehr]

Die Folgen von Überwachung und Vorratsdatenspeicherung

Die Bedeutung der Vorratsdatenspeicherung

Die Vorratsdatenspeicherung ist seit Jahren ein kontroverses Thema. Im Jahr 2011 machte der Aktivist und Politiker Malte Spitz mit seinem Experiment öffentlich, wie umfassend Telekommunikationsanbieter Bewegungs- und Kommunikationsdaten speichern. Die ZEIT visualisierte diese Daten und zeigte, wie detailliert das Leben einer Person durch diese Informationen nachvollzogen werden kann.

Spitz hatte seine Mobilfunkdaten von einem Anbieter angefordert, die insgesamt sechs Monate umfassten. Darunter befanden sich über 35.000 einzelne Datensätze. Diese Informationen ermöglichten es, nahezu lückenlos nachzuvollziehen, wo er sich aufhielt, wann er telefonierte oder im Internet war.

[Mehr]