10.879 Laptops, die nie jemand einschaltete: Schleswig-Holsteins digitale Verschwendung

34.900 digitale Endgeräte für Lehrkräfte. Knapp 35.000 Notebooks und Tablets, angeschafft mit Steuergeldern, verteilt an Schulen in Schleswig-Holstein. Die Rechnung ist einfach: Jedes Gerät kostet im Schnitt zwischen 500 und 800 Euro. Das macht insgesamt mindestens 17,5 bis 28 Millionen Euro – eine Investition, die Lehrkräften die digitale Arbeit ermöglichen soll.

Doch die Realität, die eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion offenlegte, ist ernüchternd: Von diesen knapp 35.000 Geräten wurden nur 31.120 jemals eingeschaltet. 3.780 Geräte warten noch immer auf ihren ersten Einsatz – doppelt so viele, wie als Reserve vorgesehen sind. Doch das ist noch nicht alles: Im gesamten Jahr 2025 wurden lediglich 24.021 Geräte überhaupt benutzt.

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Elektronische Patientenakte: Wenn der Datenschutz zur Nebensache wird

Elektronische Patientenakte: Wenn der Datenschutz zur Nebensache wird

Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wird von der Bundesregierung als Meilenstein der Digitalisierung im Gesundheitswesen gefeiert. Ab Januar 2025 soll jeder gesetzlich Versicherte automatisch eine ePA erhalten – es sei denn, er widerspricht aktiv. Was auf den ersten Blick nach Fortschritt klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als datenschutzrechtliches Minenfeld mit weitreichenden Konsequenzen für die Privatsphäre von Millionen Menschen.

Das Opt-Out-Verfahren: Einwilligung auf den Kopf gestellt

Mit dem Wechsel vom Opt-In zum Opt-Out hat die Bundesregierung einen fundamentalen Paradigmenwechsel vollzogen. Statt dass Versicherte bewusst und informiert einwilligen müssen, wird ihnen die ePA automatisch aufgezwungen. Wer seine intimsten Gesundheitsdaten nicht zentral gespeichert haben möchte, muss aktiv widersprechen – und das rechtzeitig.

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Schulchat RLP: Wie ein kleines Bundesland Maßstäbe in Sachen digitaler Souveränität setzt

Schulchat RLP: Wie ein kleines Bundesland Maßstäbe in Sachen digitaler Souveränität setzt

Während Großkonzerne weltweit die digitale Kommunikation dominieren und Nutzerdaten in gigantischen Rechenzentren sammeln, geht ein deutsches Bundesland einen anderen Weg. Rheinland-Pfalz hat mit dem Schulchat RLP einen Messenger entwickelt, der zeigt, dass digitale Souveränität keine Utopie sein muss – sondern gelebte Praxis werden kann.

Ein Vortrag, der aufhorchen lässt

Auf der Matrix Conference 2025 präsentierten Lisa Kostrzewa, Jan Krammer, Philipp Monz und Dr. Roland Alton ein Projekt, das in der deutschen Bildungslandschaft seinesgleichen sucht. Der Schulchat RLP ist nicht einfach nur eine weitere Messenger-App. Er ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung gegen proprietäre Lösungen und für digitale Selbstbestimmung.

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Milliardendeal mit Microsoft: Open Source bleibt außen vor

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Microsoft statt Open Source: Der Bund zahlt Milliarden

Die deutsche Bundesverwaltung steht vor einer kritischen Weichenstellung: Der milliardenschwere Rahmenvertrag mit Microsoft läuft 2025 aus. Doch statt auf digitale Souveränität durch offene Software zu setzen, fließen weiterhin enorme Summen an den US-Konzern.

Laut Golem.de arbeiten rund 96 % aller Verwaltungsangestellten mit Microsoft-Software. Der Vertrag mit Microsoft umfasst laut Angaben der Bundesregierung ein Volumen von 1,3 Milliarden Euro. Allein 2024 wurden 197,7 Millionen Euro an Microsoft überwiesen – das ist viermal so viel wie 2015.

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Wegweisendes Urteil gegen Google: Datenschutz, Umwelt und digitale Selbstbestimmung

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Hintergrund: Millionenurteil gegen Google

Ein Gericht in den USA hat Google zu einer Zahlung von 314,6 Milliarden US-Dollar verurteilt, weil Android-Smartphones auch dann Daten an Google übertragen haben, wenn Nutzer dies explizit deaktiviert hatten. Quelle: Heise Online

Diese Entscheidung ist mehr als nur ein juristisches Urteil – sie ist ein deutliches Signal an die gesamte Tech-Branche: Datensparsamkeit, Transparenz und Kontrolle über die eigenen Geräte müssen Priorität haben.


Warum das Thema uns alle betrifft

1. Digitale Selbstbestimmung

Wenn ein Gerät Daten sendet, obwohl alle Optionen zur Deaktivierung gesetzt wurden, untergräbt das das Vertrauen in Technologie. Jeder sollte entscheiden können, welche Daten wohin übertragen werden – und wann. Es geht um unsere Privatsphäre und unser digitales Grundrecht.

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Die elektronische Patientenakte (ePA): Eine kritische Betrachtung

Die elektronische Patientenakte: Chancen und Risiken

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll das Gesundheitswesen revolutionieren. Auf den ersten Blick klingt die Idee vielversprechend: Durch eine zentrale digitale Speicherung von Gesundheitsdaten sollen Ärztinnen und Ärzte schneller auf relevante Informationen zugreifen können, die Behandlungsergebnisse sollen sich verbessern, und der Datenaustausch wird erleichtert. Doch die ePA wirft viele kritische Fragen auf, die über technische Details hinausgehen und tief in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger eingreifen könnten.

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Die Folgen der Überwachung in der digitalen Welt

Überwachung in der modernen Welt

Das Thema Überwachung hat mit dem technologischen Fortschritt eine neue Dimension erreicht. Ein Beitrag der Deutschen Welle (Video-Link) beleuchtet die weitreichenden Konsequenzen der Überwachung, insbesondere in Bezug auf gesellschaftliche Kontrolle und persönliche Freiheiten.

Technologien wie Kameras, Gesichtserkennung, Tracking-Software und massenhaft gespeicherte Daten verändern nicht nur, wie Regierungen und Unternehmen Informationen sammeln, sondern auch, wie Menschen ihr Verhalten anpassen.

Die Folgen der Überwachung für uns alle

1. Einschränkung der Freiheit

Die Überwachung erzeugt das Gefühl ständiger Kontrolle. Dies führt dazu, dass Menschen ihr Verhalten anpassen, um als “unauffällig” wahrgenommen zu werden. In totalitären Regimen zeigt sich dies besonders deutlich, aber auch in demokratischen Gesellschaften kann der sogenannte “Chilling Effect” auftreten.

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